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.:CLIMBING COMPANIES:. |
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FLÜELAPASS
- COMO SEE - DAUPHINÉ – VERDON
von SIMON BLATZER & STEFAN
SCHOLZE
Die Gorges
du Verdon sind gewaltige Felsschluchten, die
im Hinterland der Cote d'Azur liegen. Die Felswände
der engen Schlucht erheben sich teilweise bis zu 300
Meter senkrecht in die Höhe. Entstanden ist die
Schlucht durch den Gebirgsfluss Verdon, der die Kalkfelsen
der Voralpen im Laufe der Zeit ausgewaschen hat. Auf
dem Plateau über der Schlucht kann man von zahlreichen
Aussichtspunkten (Belvèdere) auf das türkisfarbene
Wasserband des Verdons sehen.
Da wir die ca. 1000 km dorthin nicht in einem durchfahren
wollten, planten wir eine interessante Route, die mit "Kletterschmankerln" gespickt
war. Flüelapass
(Schweiz)
Wenige hundert Meter nördlich des Flüelapasses
befinden sich herrliche Gneisfelsen die perfekte Kletterrouten
bis zu 30 Metern in bombenfesten Fels zu lassen. Von
traumhaften Verschneidungen bis hinzu Leistenkletterei wird hier alles geboten (und das in den Schwierigkeitsgraden 4a - 7b.
Unsere Wahl viel auf dieses Gebiet, weil es innerhalb
weniger Kilometer Abweichung von unserer geplanten Route
erreichbar war und da die Seehöhe eine Garantie für nicht zu schweißtreibendes Klettern in
den Sommermonaten sein sollte.
Für einen Ausflug einzig und allein zu diesem Gebiet
ist wohl die Routenanzahl zu gering, sollte jedoch die
Urlaubsroute in der Nähe dieser Felsen verlaufen,
ist ein "kühler Besuch" wärmstens
zu empfehlen.
Topos sind im Internet auf der Homepage von bigwall.ch erhältlich.
Lecco am Lago di Como (Italien)
Der Como See steht für haufenweise hochwertige Klettergärten, anspruchsvolle
Mehrseillängen-Routen und natürlich ausgiebigen Badespass. |
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die Verdonschlucht

Stefan im Riss von Saut Homme
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Stefan an der Aiguille Dibona |
Wir besuchten den Klettergarten Val
dell'Oro, von dem abgeraten wird unter der
Woche zu klettern, da man sich in unmittelbarer Nähe eines Industriegebietes
befindet. Dies war aber am Sonntag kein Problem und der schattige Klettergartennamens Val
dell'Oro bescherte uns einen Tag voller ausgiebiger Kletterei in kniffeligenRouten,
in allen Schwierigkeitsgraden (ab 5c) und bestem Kalk. Die Route
Disperazione6a/6a+ überzeugte uns am meisten. Mit gerader Linie
und athletischer Kletterei ist sie sicherlich eine Empfehlung
wert.
Unterkunft:
Unser Zelt bauten wir am Campeggio Rivabella in Lecco (via Alla Spiaggia 35,
Tel. 0341-421143; www.rivabellalecco.3000.it/) auf, der am südlich Ende
von Lecco an einem Nebensee des Lago di Como gelegen ist. Dieser Campingplatz
war für die eher teuere Gegend im Süden des Sees günstig.
Außerdem bietet der direkte Seezugang nach anstrengender Kletterei
eine willkommene Erfrischung.
Dauphiné: La Vallée du Vénéno
- Aiguille Dibona
Bei unserer Tourenplanung entschlossen wir uns nur
aufgrund einer Topo-Skizze die im deutschen Klettermagazin
Klettern im Mai 2005 erschienen ist, eine Mehrseillängenroute im südfranzösischen Ecrins-Massiv zu bezwingen. Mit eben nur dieser
Skizze in der Tasche und ohne jegliche weitere Information, ließen wir
uns vom Glück leiten und kamen nach einsamer Fahrt durch endlose Bergtäler
im Vallée du Vénéno an.
Zu Füßen der höchsten Berge im Oisans (Meije, Barre des Écrins
und Ailefroide) am Zusammenfluss von Vénéon und Etançons-Bach
gelegen, ist La Bérarde im Herzen des Écrins-Massivs ein Mekka für Alpinisten, Wanderer und Naturfreunde. Nach 2 bis 3-stündigem
Zustieg erreicht man das Refuge. Hinter dem Refuge baut sich die 300
Meter hohe Südwand des imposant wirkenden Gipfels Aiguille Dibona auf. Der Berg
hat seinen Namen (Aiguille = Nadel) wortwörtlich verdient und lässt
ein jedes Bergsteiger Herz beim ersten Anblick höher schlagen.
Von allen Seiten des Berges gibt es mehrere Möglichkeiten den
Gipfel zu bezwingen. Die leichteren Routen sind spärlich
gesichert, doch es gibt auch vernünftig gesicherte
Routen in höheren Schwierigkeits- graden.
Nachdem wir in den Routen Speedy 6b (A0 5b) und Paul 6a, Bekanntschaft mit
dem grau-roten Granit geschlossen haben, fiel unsere Wahl auf die uns durch
das Klettermagazin bekannte Route Visite Obligatoire 6a. Die Route schlängelt
sich durch die gesamte 300 Meter hohe Südwand des Aiguille
Dibona. Markant
an dieser Route ist, dass von 15 zu kletternden Seillängen 9 im Grad
6a zu absolvieren sind. Somit wird diese Route zu einem ernstzunehmenden
und an- strengenden
alpinen Abenteuer. Die ersten 5 Seillängen bieten beste Plattenkletterei,
bevor man in den stärker zerklüfteten Teil der Nadel gelangt, die
nach athletischer Kletterei verlangt. Obwohl die Schlüsselstellen klug
abgesichert sind, findet man sich öfters 6 Meter ohne Sicherung wieder.
Deswegen sind ein Sortiment Friends (von 0,33 – 3) und Klemmkeile zu
empfehlen.
Auf alle Fälle ist diese Route mit samt dem einmaligen alpine Erlebnis
einem jeden stark zu empfehlen der sich in der Gegend aufhält. Weiters
gibt es in La Beradé unzählige Sportkletter-, Alpinkletter- und
Hochtourenmöglichkeiten. Unterkunft:
Refuge Soreiller Link »
Refuge des französischen Alpenvereins CAF in
La Bérarde - Gardien Jean Same Link »
La Palud sur Verdon
Nach einer knappen Woche erreichten wir unser
eigentliches Ziel der Rundreise die Gorges du
Verdon. Unsere Spannung war natürlich sehr
groß,
denn die Geschichten die uns von Beginn unserer Kletterzeit an
erzählt
wurden, waren schauderhaft und faszinierend zu gleich. Es war die Rede von
Abseilaktionen in 300 Meter hohe Wände inklusive stundenlangem
Weg aus der Schlucht bei beinahem Verdursten; man munkelte von meterweiten Hakenabständen
die einen zu 10-Meter-Plus-Stürzen einladen; etc. Obwohl die endgültige
Ausführung dieser Geschichten meist von Übertreibungen geritten
sind, basieren so manche Details doch auf tatsächlichen Fakten. Gerade
deswegen schafft es die Verdonschlucht trotz jahrelangem
Klettern und bereits verblassender Boomzeit den Mythos – Verdon
- aufrecht zu erhalten und gerecht zu werden.
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Valaute Ouest
Gemütlicher Klettergarten
zum "Freundschaft-mit-dem-Fels-Schließen".
Der Klettergarten war perfekt abgesichert und bot Routen
in den Schwierigkeitsgraden von 4a – 7a.
Somit ist er für den Einstieg zu empfehlen. Wer jedoch
das wahre Verdon-Feeling spüren will, wird in diesem
Sektor wohl mit wehen Gefühlen zu den imposanten Felswänden gegenüber
starren.
Belvedère Carelle
Um sich das erste Mal
in den Schlund der Schlucht zu
wagen, eignet sich der Bereich
um den Belvèdere
Carelle besonders, da man das Auto direkt bei den Routen
parken kann, die Abseilpisten klar ersichtlich
sind und Routen in allen Schwierigkeitsgraden vorzufinden
sind.
Unsere Wahl viel auf die Route Wide is Love 6a. Zu unserer
Freude fanden wir die Route auf einigen Postkarten wieder.
Nicht nur deswegen, sondern auch wegen der traumhaften Kletterei im kompakten
Kalk und dem eleganten Abschluss-Dacherl ist diese Route jedem
Kletterer, den es ins Verdon verschlägt, stark zu empfehlen.
Malines:
Dieser Bereich zeichnet
sich dadurch aus, dass man die meisten Routen über
einen kleinen Steig erreichen kann und sich somit manche
nervenaufreibende Abseilfahrt spart.
Die Route, die wir in diesem Sektor gewählt haben,
Les Dalles 5c+, konnte hingegen nicht gänzlich überzeugen.
(3 super SL von 9). Daher Sektor zu empfehlen,
jedoch andere Route wählen.
Dent d’Air:
Dieser Sektor ist am gleichnamigen Belvèdere gelegen
und bietet drei Routen im unteren 6. franzosen Grad
mit einer Länge von jeweils 90 Metern. Die Kletterei
ist abwechslungsreich und (speziell
in der Route Dolce Vita 6a+) ein einmaliges Bespiel
für die vielfältigen Möglichkeiten wie
Griffe in der Verdonschlucht aussehen
können. Wegen der Länge und dem nichtvorhandenen
Zustieg drängen sich diese Routen förmlich
für früh abendliches Klettervergnügen auf.
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Aiguille Dibona
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Der Eingang zur Verdonschlucht
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Simon in Les Dalles |
Saut d’homme
Saut d’homme befindet
sich auf halben Weg zwischen den Belvèderen Carelle
und Dent d’Air. Vom Belvèdere Carelle kommend
parkt man nach dem Steinmann mit der Aufschrift Fenestir (3.
od. 4. Steinmann) und folgt dem nächsten Steinmann
Richtung Belvèdere Dent d’Air zu der Kante
der Schlucht. Da der Zustieg nicht 100%ig einfach zu finden
ist, wurde am Sektor ein Schild mit der Aufschrift „Sektor
Saut d’homme“ befestigt, um etwaige
fälschliche Abseilaktionen vorzubeugen. Die von uns
gewählte Route trug ebenfalls den Namen des Sektors
und beeindruckte durch 100 Meter pures Riss- und
Verschneidungsvergnügen – Saut d’homme
6a. Für alle die Verschneidungskletterei lieben,
oder einen Crashkurs in dieser Spielart absolvieren
wollen, ist diese Route stark zu empfehlen.
Moustiers
Dieser idyllische Ort beherbergt einen kleinen Klettergarten,
der zwar mit schönen Routen jedoch schlechter Absicherung und
Instandhaltung aufwartet. Nur zu empfehlen,
bei anschließendem Badetag am Lac de St.
Croix.
Unterkunft:
In der Umgebung von La Palud gibt
es mehrere Campingplätze. Da wir am ersten Tag
(Pausetag) genügend Zeit hatten um die verschiedenen
Plätze zu vergleichen, können wir nur den
Campingplatz „Camping de Bourbon“ am
Ortsende (Richtung Moustiers) empfehlen. Der Campingplatz war
außerordentlich sauber, nebenbei war er nicht
der größte (und somit familienreichste). Hervorzuheben ist
auch die Freundlichkeit des Besitzers
J.P. Audibert und seinem Angebot an französischem Landwein (um € 4,--
per bouteille).
Persönliche Empfehlung
Dieser Urlaub kann
wirklich einem jeden Kletterfreak
empfohlen werden, gerade weil sich auch die Kosten in
Grenzen halten. Bei der Hinfahrt meidet man jegliche
Mautstraßen und das Campen in Frankreich entpuppte
sich als äußerst preiswert. Für genauere
Details stehen die Autoren Simon und Stefan natürlich
gerne zu Verfügung.
simon.blatzer2@mail.dcu.ie
stefan.scholze@gmx.at
Um noch ein paar allgemeine Daten des Urlaubs zu nennen:
Strecke: 2.535 km
Dauer der Fahrt: 39h 20min
Verpflegung: 15l Vin Rouge, 12l Bier, 2,5kg Fromage |
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